Der S-Bahnhof Olympiastadion (Am Riesenfeld) im Norden Münchens wurde im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 1972 gebaut, um ein zweites leistungsfähiges Transportmittel für die großen Besucherströme zur Verfügung zu stellen.

Er wurde 1988 endgültig stillgelegt und ist seitdem als Geisterbahnhof „lost place“ dem Verfall preisgegeben und beliebter Treffpunkt für Sprayer und Parcour Sportler. Als Teil des Ensembles „Olympiapark“ steht er unter Denkmalschutz.

Während der Bauarbeiten zur Verlängerung der U-Bahnlinie U3 zum Olympia-Einkaufszentrum zwischen 2003 und 2006 wurden die Gleisanlagen durchtrennt, um dort eine Baugrube für den Tunnelbau zu errichten. Die Anschlussgleise an den Nordring sind ebenfalls nicht mehr durchgängig befahrbar.

Ich war im Sommer 2016 im Lost Place und habe ein paar Bilder, meist als Belichtungsreihe für HDR, gemacht. Eine Absperrung war nur marginal vorhanden.

 

Der Bahnhof bestand aus zwei Mittelbahnsteigen und insgesamt vier Gleisen. Die Gleise waren mit über 400 Metern lang genug für zwei hintereinander aufgestellte S-Bahn-Langzüge oder für Sonderzüge mit 15 Wagen. Daneben gab es noch ein fünftes westlich gelegenes Umfahrungsgleis. Die während der olympischen Spiele verkehrende Sonderlinie S25 wurde aus 15 Silberlingen mit einer E-Lok der Baureihe 140 in der Mitte gebildet.

Ohne Störungen und Einflüsse bietet er einer vielfältigen Flora Wuchsmöglichkeiten. Die Pflanzen wachsen hauptsächlich im Schotter der ehemaligen Bahngleise und in den Ritzen des Plattenbelags der Bahnsteige auf Rohböden.

Die Pflanzenwelt wird im Rahmen des Projektes Flora von München erfasst. Es finden sich in ganz Bayern verbreitete Arten wie das Florentiner Habichtskraut aus der Familie der Korbblütler. Der rosablühende Gewöhnliche Dost ist ebenfalls sowohl in Bayern, als auch auf den Bahnsteigen häufig zu finden, was auch für die Gewöhnliche Wiesenschafgarbe zutrifft. Weit verbreitet ist auch das Gewöhnliche Frühlingsfingerkraut und das Gewöhnliche Bitterkraut.

Quelle: Wikipedia


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