Cueva de los Verdes

Es gibt nur wenige Orte, die so interessant für das Kultur- und Naturerbe von Lanzarote sind wie die Cueva de los Verdes.

Die nach einem Ausbruch des Vulkans La Corona entstandene Höhle ist eines der überraschendsten Sehenwürdigkeiten, die Lanzarote verbirgt. Die Einwohner nutzten sie im 16. und 17. Jahrhundert als Versteck vor Piraten.

1964 wurde die Cueva dem Publikum zugänglich gemacht. Sie besteht im Prinzip aus zwei übereinander liegenden langen Röhren und kann auf einer Länge von etwa einem Kilometer begangen werden. Die raffinierte indirekte Beleuchtung der Cueva wurde von Jesús Soto, einem Freund des Künstlers und Architekten César Manrique installiert.

Soto setzte all sein Wissen über die Wirkungskraft von Licht und Schatten ein, um die Helligkeit der Steine zu betonen und die bizarren Formen hervorzuheben, die die Lava auf ihrem Weg der Verwüstung hinterlassen hatte. Eine Farbpalette aus Ocker-, Grau-, Schwarz- und Rottönen beherrscht dieses düstere Paradies und zeichnet durch ihre Imitation des Lichtes groteske Landschaften und spektakuläre Steinstrukturen, die die Besucher überraschen.

Bei dem etwa vierzigminütigen Rundgang kommt man in eine naturbelassene große Halle, in der sich eine künstliche Bühne befindet. Zwar ist die Akustik in diesem 300 Personen Platz bietenden Konzertsaal sehr gut, doch wird hier nur noch selten ein Konzert gegeben, da eine Infrastruktur mit beispielsweise einer Bar, einem Restaurant und Toiletten fehlt. Schon im 16. Jahrhundert wurde beschrieben, dass die Hallen der Höhle den Eindruck vermitteln, eine Kathedrale der Natur zu sein.

 

Ein weiteres Stück des Lavatunnels, etwa 300 Meter von der Küste, wurde vom Künstler und Architekten César Manrique zur Touristenattraktion Jameos del Agua ausgebaut.

Quellen: Wikipedia, CACT

Jameos del Agua

ist der Ort auf dem Planeten, an dem Natur und Mensch sich vereint haben. Denn César Manrique besaß die Vorstellungskraft und das Geschick, um den Schutt des halb eingestürzten Daches der Vulkanröhre, durch den die Lava des Vulkans La Corona im Norden der Insel floss, in einen weltweit einzigartigen Ort zu verwandeln.

Mit seiner Vision und seinen lebhaften Händen schuf er einen Ort der Harmonie, der Schönheit, des Friedens und der Ruhe. Weiß, Azurblau, Grün und Schwarz sind die Farben, die Manrique seiner Insel schenkte.

Der bepflanzte Eingang in die Kultur- und Touristenstätte erfolgt über eine geschwungene, steile Treppe bis zum Restaurant in der Grotte, in dem man von der Terrasse auf den unterirdischen See blicken kann, in dem eine weiße Krebsart (Munidopsis polymorpha) lebt, die sonst nur in ozeanischen Tiefen von über 2000 Metern vorkommt und eine Länge von etwa 1,5 cm erreicht.

Vom See aus führt eine bepflanzte Steintreppenanlage hinauf zum weißen Schwimmbecken, das eigens für diesen Rahmen von César Manrique entworfen wurde, heute aber nicht mehr zum Baden genutzt wird. Das Becken wird von einem kleinen künstlich angelegten Wasserfall gespeist. Seltene und teils endemische Pflanzen wachsen rund um das Becken.

Von einem Restaurant mit teilweise überdachter Terrasse, hat man einen Blick in die Grotte auf den Pool und über die weite Lavalandschaft außerhalb Jameos del Aqua.

 

Jameos del Agua ist das erste Zentrum für Kunst, Kultur und Tourismus, das César Manrique geschaffen hat, und für viele ist es der Inbegriff seines ästhetischen Ideals: der Harmonie zwischen der Natur und dem künstlerischen Schaffen.

Quellen: Wikipedia, CACT


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