Tradition die man schmecken kann

Der „Müllern Hof“ ist das älteste Anwesen in Müden an der Örtze. Das bereits im Jahr 1022 erwähnte Mühlengut wurde im 15. Jahrhundert in den Hof Nr. 1, den „Müllern Hof“ mit der historischen Wassermühle und den Hof Nr. 2, den Martenshof aufgeteilt.

Nachdem der letzte Namensträger Dietrich Müller im 1. Weltkrieg gefallen war, erhielt der Name Springhorn durch eine Heirat Einzug in die Familie Müller.

Durch Rückgänge der Erträge in der Landwirtschaft begannen Ria und Karsten Springhorn die Geschicke des Hofes auf neue Beine zu stellen: Die große Scheune wurde Ende 70er Jahre ausgebaut und bot zunächst Platz für Kunst- und Handwerksausstellungen. Mitte der 90er Jahre machte Ria Springhorn ihre Backleidenschaft zum Beruf und verwirklichte sich mit dem Bauerncafé – Ole Müllern Schün. Mittlerweile haben sich weitere kunstgewerbliche Geschäfte auf dem Hof angesiedelt.

Die „gute Stube“ alter Bauernhäuser

Das „Bauerncafé“ findet man in der großen Scheune des ältesten Anwesens in Müden an der Örtze. Umgeben von rustikalen Balken, Holzdecken und landwirtschaftlichen Geräten aus vergangenen Tagen der bäuerlichen Zunft fühlt man sich versetzt in die „gute Stube“ alter Bauernhäuser.

Die Markenzeichen des Cafés sind der rustikale Charme bäuerlicher Gemütlichkeit, die traditionellen Rezepte und die Größe der Torten- und Kuchenstücke (wirklich enorm). Sobald man durch die Tür tritt, ist es der Duft von frischem Kaffee und täglich frisch und hausgemachten Kuchen und Torten der einen sofort Willkommen heißt.

 

Ria Springhorn hat 2013 bei der 2. Norddeutschen Tortenmeisterschaft auf der Internationalen Gartenschau (igs) in Hamburg nach der 1. Meisterschaft 2006 Ihren Titel erfolgreich verteidigt. Genaugenommen sind es sogar zwei Titel, die Sie mit in Ihr Bauerncafé „Ole Müllern Schün“ bringt: „Beste Torte aus Niedersachen“ und „Beste Torte aus Norddeutschland“. Gewonnen hat Sie mit Ihrer „Sanddorn-Champagner-Charlotte“, die Sie eigens für die Tortenmeisterschaft kreiert hat. Weitere Rezepte kann man in Ihren den Backbüchern finden.

Der Müdener Laurentiusmarkt

auch kurz als „Müdener Markt“ bezeichnet, fällt jährlich auf den Mittwoch und Donnerstag nach dem 10. August. Ganz Müden wahrt an diesen zwei Tagen seine Tradition und feiert ein Fest, dass auf eine gut 800 Jahre alte Geschichte zurückblickt.

Der Ausgangspunkt des Laurentius-Marktes ist das Kirchweihfest, das anlässlich der Begründung der Laurentiuskirche am 10. August 1217 entstand. Nach altem Brauch beginnt der Markt nachmittags um 14.00 Uhr mit der Eröffnung durch den Bürgermeister.

 

In den verträumten Straßen des romantischen Heidedorfes reiht sich für zwei Tage eine Verkaufsbude an die nächste.

Hier und da verspeist einer ein Würstchen oder andere Leckereien, die es in mehreren Varianten zu kaufen gibt. Vergessen seien auch nicht die Lustbarkeiten, wie Kettenkarussell, Kinderkarussells, Losgeschäfte, Schießbuden und vieles andere mehr.

Den Abschluss des Laurentius- Marktes bildet ein Feuerwerk über dem Heidesee, nach dem das bunte Treiben in den nächtlichen Stunden langsam ausklingt.

Quelle: Ole Müller Schün,Schöne Heide


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