In Braunschweig finden Sie Tradition und Moderne vereint: Was die Löwenstadt an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, reicht von Zeitzeugnissen aus ihren Gründungstagen über das rekonstruierte Residenzschloss, wiedererrichtet unter Einbeziehung erhaltener Teile, bis zum jungen Happy RIZZI House, einer architektonisch extravaganten Bauskulptur. Der Zauber des Burgplatzes, umsäumt von Dom, Burg Dankwarderode, Landesmuseum und jahrhundertealten Fachwerkbauten, sucht kulturhistorisch seinesgleichen.

Der Burgplatz ist ein Ensemble von hoher geschichtlicher und kultureller Bedeutung. Seit dem 9. Jahrhundert lag hier der Fürstensitz der Brunonen. Herzog Heinrich der Löwe hat den Burgplatz im 12. Jahrhundert zum Zentrum der welfischen Macht ausgebaut und errichtete hier die ursprüngliche Burg Dankwarderode, die Stiftskirche St. Blasii, den heutigen Dom und den Burglöwen. Der Burgplatz, umgrenzt von der Burg, dem Dom St. Blasii, dem klassizistischen Vieweghaus und schönen Fachwerkbauten, zeigt noch heute den mittelalterlichen Grundriss. Im Mittelpunkt des Platzes steht das Löwenstandbild.

Der Welfen-Herzog, Heinrich der Löwe (1129 – 1195), war neben dem Deutschen Kaiser der mächtigste Fürst des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Nach der Belehnung mit dem Herzogtum Sachsen 1142 und der Belehnung mit Bayern 1156 steht er auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Einflusses: Bis 1179 folgt eine glanzvolle Zeit politischer, wirtschaftlicher und kultureller Initiativen und Erfolge. Seine Territorien reichen von der Ostsee und neu hinzugewonnenen ost-elbischen Gebieten bis nach Kärnten und Südtirol. Braunschweig baut er zu seiner festen Residenz aus. Der Bau des Domes ab 1173 ist Ausdruck seiner Stellung im Reich und seines Glaubens zugleich. Er stiftete den Dom als Grablege zu seinem Gedächtnis.

1172 reist Heinrich der Löwe als Pilger „mit politischen Ambitionen“ nach Byzanz, dem heutigen Istanbul, und ins Heilige Land nach Jerusalem und Bethlehem. Es kommt zu Begegnungen mit dem byzantinischen Kaiser Manuel, der ihn reich beschenkt, sowie mit dem muslimischen Sultan Kilidj Arslan von Ikonium.
Durch seine Heirat mit Prinzessin Mathilde von England (1168), Tochter König Heinrichs II. und Eleonores von Aquitanien, entstehen intensive Verbindungen zum anglo-normannischen Königreich, die bis heute fortleben. Englische Künstler, Wissenschaftler, Ratgeber und Wirtschaftsfachleute finden ihren Weg an den sächsischen Hof nach Braunschweig.

Politische Auseinandersetzungen mit Kaiser Friedrich Barbarossa führen ab 1178 zu einem Reichsprozess gegen den Herzog. Er wird mit der Reichsacht belegt, bestraft, muss ins englische Exil. Währenddessen nimmt der Bau des Braunschweiger Doms einen exzellenten Verlauf. Heinrich stattet seinen Dom mit kostbarsten Kunstwerken aus: Marienaltar mit Reliquienschatz („Welfenschatz“), Siebenarmiger Leuchter, Evangeliar, goldene und edelsteingeschmückte Reliquiare.

Am 6. August 1195 stirbt Heinrich der Löwe – nach Aussöhnung mit Kaiser Heinrich VI. – und wird im Braunschweiger Dom beigesetzt. Sein Grabmal ist erhalten und wird von seinen Söhnen durch zwei nahezu vollplastische Figuren (von ihm und seiner Frau Mathilde) geschmückt. Einer seiner Söhne wird als Otto IV. deutscher Kaiser (auch er liegt im Dom begraben).

Der Hagenmarkt wird seit dem Mittelalter dominiert von der an seiner Ostseite ab ungefähr 1200 errichteten Katharinenkirche, der seit 1528 protestantischen Pfarrkirche des Hagen. Der Gründungsbau erfolgte in enger Anlehnung an den Braunschweiger Dom und die Martinikirche in der Altstadt.

Katharinenkirche Braunschweig Niedersachsen Deutschland by Peter Ehlert in BS-Herbst

Katharinenkirche

Im Jahre 1874 wurde der heute noch erhaltene, von Adolf Breymann entworfene und von Georg Ferdinand Howaldt gegossene Heinrichsbrunnen errichtet. Die Bronzefigur stellt den Gründer des Hagen, Herzog Heinrich den Löwen, dar. Er hält ein Modell von St. Katharinen in seiner linken Hand.

 

Heinrich der Löwe Braunschweig Niedersachsen Deutschland by Peter Ehlert in BS-Herbst

Heinrich der Löwe

Am 13. Juli 2005 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der Schloss-Arkaden, die Eröffnung der Shopping-Mall fand am 29. März 2007 statt. Während im Gesamtkomplex ca. 150 Geschäfte, gastronomische Betriebe und Dienstleistungsfirmen Einzug gehalten haben, fanden im Schloss selbst das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, das Kulturinstitut und auch ein Schlossmuseum neue Räumlichkeiten.

Quelle: Tourismusbüro Braunschweig, Wikipedia


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