Vor etwa 17 Millionen Jahren begann die Entstehung des Colorado Plateaus. Langsam wurden die Sedimentschichten um über 2000 m angehoben. Durch das nun steilere Gefälle konnte der Colorado verhältnismäßig schnell und einfach die heute existierenden Gesteinsformen herausbilden. Besonders auffällig ist die durchschnittlich 220 m dicke rote Kalksteinschicht in der Mitte der Canyonwand. Sie entstand vor 325 Mio. Jahren und besteht aus Kalkskeletten von Meeresorganismen. Je nach Lichteinfall ändert sich die Färbung der Gesteinsschichten innerhalb von Minuten.

Der Grand Canyon National Park setzt sich aus North Rim und South Rim zusammen, wobei die Mehrzahl der Reisenden den South Rim besucht. Der South Rim ist ganzjährig geöffnet während der North Rim von den Wetterbedingungen abhängig lediglich zwischen Mitte Mai bis Mitte Oktober zugänglich ist.

Der Besuch des Grand Canyon Skywalks ist teuer und kann nicht mit den Ausblicken des South Rim mithalten.

Der Grand Canyon übertrifft bei weitem die Vorstellungen mit denen man in den Park reist. Es ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man das erste Mal über den Canyonrand schaut. Ein unglaublicher, fast surrealer Anblick, der sich nur schwer in Bildern festhalten lässt. Man wird ganz klein, bescheiden und still. Es gibt kaum einen anderen Ort auf der Erde, der so beeindruckend ist, wie der Grand Canyon.

Entlang des Canyonrands führt auch ein Fußweg für kleinere Spaziergänge oder Wanderungen. Beim Eintritt in den Park bekommen Sie diese Karte und eine Parkzeitschrift kostenlos.

 

Sehr schöne Einblicke in den Canyon bieten der Mather Point, der Yaki, Moran und Grandview Point (2256 m). Am Yavapai Point ist ein kleines Museum, das über die Geologie des Grand Canyons informiert.

Vom Grand Canyon Village aus verkehren drei kostenlose Shuttle Bus Linien. Diese wurden eingerichtet, um das Verkehrsaufkommen durch die großen Besuchermassen einzudämmen. Die Shuttle Busse verkehren sowohl auf einer für den restlichen Verkehr gesperrten Straße als auch entlang des Desert View Drives bis zum Yaki Point.

Die Shuttle Busse stellen die einzige Alternative zu einer langen Wanderung entlang des Rims dar, um zu westlich des Ortes gelegenen Aussichtspunkt Hermits Rest zu gelangen.

 

Südwestlich des National Parks grenzen die Havasupai Indian Reservation und die Hualapai Indian Reservation an den Grand Canyon National Park an. Bei der Einrichtung der Reservate galt das dafür zur Verfügung stehende Indianerland noch als wertlos. Heute erleben die Mitglieder beider Stämme dagegen die Morgendämmerung der Tourismus- und Vergnügungsindustrie.

Von Las Vegas ist der Besuch des Grand Canyons eine machbare aber lange Tagestour. Eigentlich sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um wirklich alle Aussichtspunkte zu genießen.

Wer sehr gut in Form ist, kann auch herunter zum Colorado wandern. Auf halber Höhe gibt es einen Campingplatz, ganz unten eine Lodge, die sehr schnell ausgebucht ist. Wer nicht selber laufen möchte, kann auf dem Rücken eines Mulis den Weg bewältigen, diese Route ist jedoch sehr schmal und man sollte schwindelfrei sein.

Es ist nicht empfehlenswert die Strecke zum Colorado zu Fuß an einem Tag zurückzulegen. Auch die Hälfte bis zum Plateau ist schön knackig.

Nach Sonnenuntergang herrscht dort Nacht in Canyon. Das ist romantisch und der Sternenhimmel beeindruckend, jedoch nicht ganz ungefährlich, da die Wege nicht beleuchtet sind.

Auch werden die Temperaturunterschiede und der Wasserbedarf gerne unterschätzt. Planen Sie Ihren einen Abstieg gut.

Nach dem sehr frühen Start in Las Vegas (Jetlag) haben wir in Kingman gefrühstückt, auf dem Rückweg genossen wir Burger in einem netten Diner in Williams an der alten Route 66.

Grand Canyon Village: 36° 3’15.95″N, 112° 8’18.93″W

Las Vegas

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