Das Oktoberfest

in München ist keine Erfindung der Neuzeit. Bereits seit rund 200 Jahren werden bayerische Tradition und Lebensart auf der Münchner Wiesn gepflegt.

Daher findet man jedes Jahr auf der Theresienwiese auch einige Fahrgeschäfte aus dem letzen Jahrhundert, die mit klassischen Wiesnzelten auf der „Oiden Wiesn“ zusammengefaßt sind. Hier gibt es z.B. einen Autoscooter aus den 1960er Jahren und weitere Attraktionen für einen Euro…

Die Oide Wiesn wird nicht jedes Jahr aufgebaut. Ein Rundgang lohnt sich immer, nicht nur weil man hier leichter einen Platz findet.

 

Die Wiesn ist auch bekannt und berühmt für seine vielen frischen Schmankerl. Nirgends gibt es bessere Hendl, nirgends werden fast 100 Ochsen im Ganzen am Spiess gedreht. Auch die Auswahl an süssen Schmankerl ist einmalig.

Abgerundet wird das Bild durch die festlichen Umzüge (Wirteinzug und Trachtenumzug am ersten Wiesn- Wochenende). Man kann sich an den einmaligen und wunderschönen Trachten, Kutschen und bayrischen Originalen erfreuen. Geschmückte Brauereiwagen sind ein Hingucker für groß und klein.

Nicht umsonst kommen Besucher aus den USA und Japan, aus Australien und Italien nach München, um einmal die einzigartige Wiesn-Atmosphäre zu spüren. Sechs Millionen Menschen zieht es Jahr für Jahr zur Theresienwiese, um das Oktoberfest-Feeling live zu erleben. Und die meisten von ihnen werden bestätigen, dass man die Wiesn eigentlich gar nicht erklären kann, man muss sie wirklich „erleben“.

Mit Menschen aus aller Welt ins Gespräch kommen und das internationale Flair genießen. Das alles gehört zur Wiesn dazu, einer Veranstaltung, die glücklicherweise nicht von Traurigkeit geprägt ist, aber bei der es ebenso wenig um den Exzess geht, wie oftmals fälschlicherweise angenommen wird.

Das Dirndl gibt es in vielen Formen und Farben, jedoch führt die Position der Schleife zu Fragen und Mißverständnissen, hier eine kurze Erläuterung:

  • vorne rechts, bedeutet es, dass die Dirndl Trägerin bereits vergeben oder verheiratet ist
  • vorne links, hat man noch Chancen bei ihr
  • vorne in der Mitte, dann ist die Frau noch Jungfrau
  • hinten in der Mitte weist darauf hin, dass sie verwitwet oder eine Bedienung ist

In einem der großen Festzelte mit einer frisch gezapften Maß sitzen und zu den Klängen der Blasmusik-Kapelle oder der Wiesnband schöne Dirndl und fesche Lederhosen bewundern und zwischendurch eines der vielen Fahrgeschäfte nutzen.

 

Auf dem Münchner Oktoberfest gibt es 14 große Festzelte der Münchner Brauereien. Jedes Zelt hat dabei seinen eigenen Charakter und besonderen Charme. Die Sitzplätze in den Wiesnzelten sind heiß begehrt, daher sollte man rechtzeitig vor Beginn des Oktoberfests (vorzugsweise gleich nach der Wiesn) und nur bei den Wiesnwirten reservieren – per Post oder mit dem Online-Reservierungsanfrageservice.

Aber auch ohne Reservierung hat man zur richtigen Zeit, eher unter der Woche, gute Chancen auf einen Platz im Wiesnzelt. An Wochentagen dürfen ein Viertel aller genehmigten Plätze im Zelt nicht mit Reservierungen belegt werden.

Einen guten Überblick über die Festwiese hat man vom Turm der Sankt Pauls Kirche sowie aus dem Inneren der Bavaria Statue, die im westen vor der Ruhmeshalle steht. Beide Aussichtsplätze sind über enge Treppen zu erreichen.

An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen bis 15 Uhr bleibt die Hälfte der Plätze reservierungsfrei, danach 35 Prozent. Schankschluss der grossen Festzelte ist gegen 22.30 Uhr. Die kleineren Zelte schenken noch bis 23.00 Uhr Bier aus. Danach kann man noch zu diversen After-Wiesn-Parties gehen, sofern man dazu in der Lage ist…


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