Uzès ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde mit ca. 8.500 Einwohnern im südfranzösischen Département Gard in der Region Okzitanien. Die Historie der Stadt reicht bis in die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts zurück, als der Pont du Gard gebaut wurde, um die Wasserversorgung von Nimes zu gewährleisten. Bereits im fünften Jahrhundert wurde Uzès zum Bischofssitz und blieb dies bis zur Französischen Revolution.

Nachdem sich der Bischof 1543 zur Reformation bekannt hatte, entstand in Uzès eine relativ große Hugenotten-Gemeinschaft. Größtenteils waren die Hugenotten nach den Religionskriegen getötet oder vertrieben worden.

Das Umland von Uzès war und ist in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei der Weinbau wieder eine wichtige Rolle spielt. In der Kleinstadt selbst entwickelten sich Handwerk, Handel, Gewerbe und der Dienstleistungssektor. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt mit der Herstellung feiner Stoffe eine wirtschaftliche Blüte. Der deutsche Süßwarenhersteller HARIBO hat hier seit 1987 eine Niederlassung (mit Museum).

Mittwochs findet auf dem Place des Herbes ein Bauernmarkt statt, der Markt am Samstag erweitert das Angebot um Bekleidung und Utensilien des täglichen Lebens. Die Geschäfte, Restaurants und Bistros der Altstadt sind sehr gut besucht und längere Wartezeiten sind nicht unüblich. Somit hat man mehr Zeit das Flair zu genießen und in sich aufzunehmen.

1318 wurde Uzès zum Sitz einer Grafschaft, bis Charles IX. die Grafschaft zum Herzogtum erhob. Erster Herzog von Uzès wurde Antoine de Crussol, erstmals wurde damit kein Verwandter der königlichen Familie in den Stand eines Hochadeligen erhoben.

Das Chateau Ducal, das auch als Duché bekannt ist, wurde ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaut. In den folgenden Jahrhunderten wurde er jedoch mehrfach erweitert und in den aktuellen Baustilen umgebaut. Der etwas klobig wirkende Duché befindet sich im Besitz der Familien de Crussol und d´Uzès und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Vor allem der Aufstieg auf den Hauptturm, die Tour Bermonde, lohnt sich. Die Besucher erreichen die Hauptterrasse über 135 Stufen und können anschließend den Blick über die Stadt genießen. Auch zu erwähnenswert sind renovierten Wohnräume darunter die prächtige Kapelle und ein Weinkeller…

TIPP: Am Samstag ist der Eintrittspreis von 20€ pro Person auf 10€ reduziert. Wer mehr über die Geschichte des Hauses Uzès erfahren möchte kann es auf der offiziellen Webseite nachlesen.

In der Altstadt gibt es viele Geschäfte mit „schönen“ und praktischen Dingen… Es macht Spaß dort zu bummeln und das eine oder andere zu finden.

Quelle: Uzès – Wikipedia Anduze-info.com


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